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Neusprech in „1984“

Neben Zitaten, die die Begriffe der normalen Sprache umdeuten, manifestiert sich Neusprech durch die Definition von „Wieselwörtern“. Dabei werden vorhandene Wortstämme zu Begriffen kombiniert, die der herrschenden Ideologie dienlich sind.

Die Neusprech-Sprache im Roman von George Orwell sorgte für starke Vereinfachungen; So sollte, z.B., aus den Wörtern "gut, besser, genial", "gut, plusgut, doppelplusgut" gemacht werden. Jedewede andere Bedeutung, die ein Wort haben konnte, sollte sukzessive verschwinden. Wörter wie "Demokratie", "Moral", "Freiheit" oder "Gerechtigkeit" gab es nicht mehr.

Sie wurden in dem Begriff "Undenk" zusammengefaßt. Ähnliche Ansätze gibt es ja gegenwärtig im deutschsprachigen Raum beim Tugendterror und dem unsäglichen Terror der politischen Korrektheit.

Zudem wurden Wörter in 1984 in ihr Gegenteil verkehrt, z.B., "Lustlager" für Arbeitslager oder "Friedensministerium" für Kriegsministerium. Eine Vorstufe davon ist z. B. das Verteidigungsministerium. Auf dieser Seite finden Sie eine umfangreiche Anzahl an Beispielen von Wortbedeutungsverwandlungen, die es leider heute bereits gibt.

Die Sprache sollte in 1984 nach den ideologischen Bedürfnissen der Machthaber bzw. der machthabenden Partei (der "Engsoz") modifiziert werden.

Nach der abgeschlossenen Reform des "Neusprechs" sollte es niemanden in "Ozeanien" mehr möglich sein, anders zu denken, als die machthabende Partei es wünschte. Weil die Sprache für die "schädlichen" Gedanken keine Worte mehr gefunden hätte, die diese hätten ausdrücken können.

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September 04. 2010 11:25:54
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